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... oder auch: warum heißt die Brille Brille?
Dieser Gedanke des arabischen Gelehrten wurde Jahrhunderte später, durch eine Übersetzung von Ibn al-Haitams Werk ungefähr im Jahre 1240, von westeuropäischen Mönchen aufgegriffen. Für sie als Bewahrer von umfangreichen Bibliotheken und zahlreichen Heiligen Schriften war das Nachlassen der Lesefertigkeit sicherlich von besonderer Bedeutung.
Aus Quarz oder Bergkristall fertigten sie den ersten Lesestein, eine halbkugelförmige, konvexe Linse mit einer glatten Grundfläche, die auf das Schriftstück gelegt werden konnte. In der Halbkugel zeigten sich dann die vergrößerten Buchstaben. Zwar musste dieser Lesestein über jede einzelne Zeile geführt werden, doch ermöglichte er älteren Mönchen wieder das Entziffern der Schriften.
Ein weiteres Rohmaterial für diese Lesehilfe war der Halbedelstein Beryll - von den aus ihm geschliffenen Linsen leitet sich unser heutiges Wort "Brille" ab, da eine zum Lesen geschliffene Linse ein "Brill" war.
Das Prinzip der Vergrößerung durch Linsen wurde von Roger Bacon (1214-1294) verbessert und wissenschaftlich untersucht.
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