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... oder auch: weil Damen anders grüßen.
Während uns das Auf-die-Nase-klemmen einer Brille noch einigermaßen vertraut erscheint, gab es zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert eine Erfindung, die uns heute sehr befremdlich anmutet: die Mützenbrille.
Bei ihr wurden die Gläser mit Hilfe einer einfachen, metallenen Konstruktion an einer Mütze befestigt und hing somit quasi von oben herab über den Augen. Auch hier blieben die Hände frei, die Gefahr des Herunterfallens war gering und zudem bildeten sich auch bei häufigem Gebrauch keine Abdrücke auf der Nase.
Dieses auch "Stirnfortsatzbrille" genannte Konstrukt erfreute sich bei den Herren weniger der Beliebtheit als bei den Damen, wobei ästhetische Gründe eine geringere Rolle gespielt haben dürften. Vielmehr war es so, dass Frauen auch im Hause ihre Kopfbedeckungen auf behielten und sie beim Grüßen nicht anheben mussten, wobei die Brille jedes Mal störend gewesen wäre. Auch männliche Angehörige der höheren Stände, die den Hut nicht lüpfen mussten, nutzten die praktische Konstruktion.
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